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Maria Nuener verstärkt seit vergangenem November das Team der Berufsfeuerwehr als Einsatzoffizierin.
Maria Nuener verstärkt seit vergangenem November das Team der Berufsfeuerwehr als Einsatzoffizierin.

Frauen stärken Sicherheit in der Stadt

Bei der Berufsfeuerwehr Innsbruck und der Mobilen Überwachungsgruppe arbeiten Frauen und Männer bestens zusammen. Gemeinsam ergänzen sie sich und gewährleisten ein sicheres Zusammenleben.

Mehr als 5.000 Einsätze schreibt die Statistik der Berufsfeuerwehr Innsbruck (BFI) im vergangenen Jahr. Seit November wurden zahlreiche dieser Ausrückungen von einer Frau geleitet. Maria Nuener, BSc verstärkt als erste Frau mit Offiziersrang bei der BFI die insgesamt 107-köpfige Mannschaft. 2018 war ein einsatzstarkes Jahr für die Innsbrucker Feuerwehren. Von den 5.000 Einsätzen waren 3.000 Fälle wegen technischer Alarmierungen und Bränden, 1.200-mal ging es um vorbeugenden Brandschutz.

Innsbruck als Vorbild

Bei der Berufsfeuerwehr gibt es neben Nuener noch eine Kollegin im Branddienst und fünf weitere in anderen Bereichen, wie der Verwaltung und den Werkstätten, im Dienst. Auch bei acht von zehn Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt sind Frauen aktiv. Insgesamt gibt es dort 41 weibliche Einsatzkräfte. Der Einstieg passiert in den meisten Fällen bereits in der Jugend – in Innsbruck gibt es neun Jugend-Feuerwehren, Igls und Vill kooperieren.

„Sicherheitsberufe sind oft von Männern dominiert. Unsere Landeshauptstadt geht aber bei der Feuerwehr sowie der Mobilen Überwachungsgruppe einen vorbildlichen Weg und wird weiblicher“, betont der zuständige Vizebürgermeister Franz X. Gruber. Branddirektor Mag. (FH) Helmut Hager ergänzt: „Innsbruck und Wien sind die einzigen Berufsfeuerwehren in Österreich, bei denen Frauen im Einsatzdienst beschäftigt sein. Wir sind sehr stolz, dabei eine Vorbildrolle einzunehmen.“

„Die Statistik zeigt, Innsbrucks Sicherheit wird auch von weiblicher Hand gewährt. Es ist nicht immer einfach, sich in männerdominierten Bereichen durchzusetzen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen bei der BFI und MÜG für ihren engagierten Einsatz.“

Vizebürgermeister Franz X. Gruber

Vizebürgermeister Franz X. Gruber

Physisch anspruchsvoll

Hager hofft, dass sich zukünftig mehr Frauen für diesen Beruf entscheiden: „Es handelt sich um eine physisch sehr anspruchsvolle Arbeit und auch technisches Knowhow ist Grundvoraussetzung. Auch in technischen Berufen dominieren Männer.“ Die Innsbrucker Feuerwehren wissen um die Qualitäten von Frauen in dieser Branche, daher werden die Stellenausschreibungen in allen Bereichen der BFI – aktiver Branddienst und Tagdienst – nach den geltenden Gender-Richtlinien durchgeführt. Ebenso bei der Mobilen Überwachungsgruppe: Knapp ein Viertel der derzeit 40 Mitarbeiter sind weiblich.

Beruhigende Art

Der Frauenanteil ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Amtsleiter Elmar Rizzoli (Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen) weiß um die Wichtigkeit der guten Mischung von Frauen und Männern im Dienst: „In manchen Situationen reagieren die Konfliktparteien weniger aggressiv, wenn eine Wachbeamtin ihnen gegenübersteht. Zudem können Frauen in manchen Situationen einen beruhigenderen Einfluss haben als ihre männliche Kollegen.“

Vizebürgermeister Gruber hofft darauf, dass die steigenden Zahlen an Mitarbeiterinnen im Sicherheitsbereich auch in Zukunft weiterwachsen: „Ich denke, beide Geschlechter haben ihre jeweiligen besonderen Fähigkeiten. Gemeinsam können Männer und Frauen die Sicherheit in Innsbruck optimal aufrechterhalten.“